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NACHHALTIGE MODE ERKENNEN KÖNNEN

Aktualisiert: 3. Aug. 2023


Nachhaltigkeit in der Modebranche entwickelt sich bei den großen Modekonzernen nur langsam zu einem positiven Trend. Jedoch steigt die Zahl der Konsumenten, die bewusst beim Shoppen auf Zertifikate, welche die Nachhaltigkeit und faire Produktion des Kleidungsstücks belegen, achten. Durch die vielen unterschiedlichen Zertifikate sind viele Konsumenten unsicher. Auch neu umgestimmte Käufer, die nun nachhaltig einkaufen wollen, wissen nicht, was welche Zertifikate überhaupt bedeuten. Da mittlerweile aber auch die Hersteller sich dieser Tatsache bewusst sind, dass Endkonsumenten bereit sind einen höheren Preis zu zahlen, wenn die Mode als "nachhaltig" ausgewiesen wird, wird oftmals fälschlicher Weise kommerzielle Mode als nachhaltig und unter fairen Arbeitsbedingungen produziert gekennzeichnet und somit teurer verkauft. Aber daran, wirklich etwas an der nachhaltigen und fairen Produktion zu tun, denken nicht viele große Konzerne. In diesem Blog-Post möchten wir Euch darüber aufklären, worauf Ihr achten müsst, um wirklich nachhaltig zu shoppen.

Woran erkennt Ihr also, dass die Kleidungsstücke nachhaltig und fair produziert wurden?


Für die Kennzeichnung nachweislich nachhaltiger und fairer Produkte gibt es verschiedenste Organisationen und Zertifikate. Einige der weltweit anerkanntesten Zertifikate und Organisationen haben wir hier zusammengetragen.


Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die sich der Gewährleistung bestimmter sozialer Standards und angemessener Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsproduktion widmet.

Als Maß für diese Standards folgt die Fair Wear Foundation den Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). FWF hat derzeit mehr als 80 Mitgliedsunternehmen aus zehn europäischen Ländern und insgesamt 130 Marken.

Achtet also beim Kauf auf das Zertifikat der Fair Wear Foundation. Hier könnt Ihr Euch sicher sein, dass bei der Produktion soziale Standards eingehalten werden und angemessene Arbeitsbedingungen herrschen.



Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist der weltweit führende Standard für Bio-Textilien, einschließlich ökologischer aber auch sozialer Standards, wie das nachweisliche Verbot von Kinderarbeit und fairer Bezahlung. Eine unabhängige Zertifizierungsstelle überwacht die gesamte Textilproduktionskette, um die Einhaltung strenger Standards sicherzustellen. Die GOTS-Zertifizierung steht für Mode, die zu mindestens 90 Prozent aus Naturfasern – zum Beispiel Baumwolle – produziert wird, wobei mindestens 70 Prozent davon biologisch erzeugt sein müssen. Alles ohne den Einsatz von schädlichen Chemikalien.

Hier könnt Ihr mehr nachlesen: https://www.global-standard.org/



Der Global Recycled Standard (GRS) ist ein internationaler, freiwilliger und vollwertiger Produktstandard, der Anforderungen für die unabhängige Zertifizierung von recycelten Materialien, Produktketten, sozialen und ökologischen Praktiken sowie chemischen Beschränkungen festlegt. GRS zielt darauf ab, die Anforderungen von Unternehmen zu berücksichtigen, die den recycelten Inhalt ihrer (Fertig- und Zwischenprodukte) prüfen möchten, und sicherzustellen, dass die sozialen, ökologischen und chemischen Vorschriften in der Produktion eingehalten werden.

Der Zweck von GRS besteht darin, die Anforderungen für die korrekten Spezifikationen und korrekten Arbeitsbedingungen der verwendeten Substanzen und Materialien zu definieren. Darüber hinaus sollen auch ökologische und chemische Risiken minimiert werden. Die beteiligten Unternehmen sind in der Baumwollverarbeitungs-, Spinn-, Web-, Strick-, Färbe-, Druck- und Nähindustrie tätig.



Öko-Tex ist ein einheitlicher Sicherheitsstandard zur Beurteilung von Schadstoffen in Textilien. Er soll sicherstellen, dass Produkte frei von Schadstoffen sind. Das OEKO-Tex Standard 100 siegelt verspricht, dass alle Bestandteile dieses Artikels, d.h. auch alle Fäden, Knöpfe und sonstige Accessoires, auf Schadstoffe geprüft wurden und der Artikel somit gesundheitlich unbedenklich ist.



Der Organic Content Standard (OCS) ist eine Zertifizierung, die für Produkte gilt, die mindestens 5 % organisches Material enthalten. Er verifiziert das Vorhandensein und die Menge an organischem Material von der Quelle bis zum Endprodukt.



Um den Bekanntheitsgrad und die Verbreitung von veganer Mode und veganen Accessoires zu fördern, setzt sich PETA in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Modebranche kontinuierlich dafür ein, tierfreundliche Styles und Designs auf den Markt und in die Shops zu bringen. Um vegane Mode besser zu kennzeichnen, vergibt PETA ein Logo, das es tierfreundlichen Unternehmen ermöglicht, ihre veganen Modeartikel sowie ihr Engagement für die Tiere sichtbar hervorzuheben.

 

Dennoch kann sich nicht jede kleine Firma es leisten mit diesen Zertifikaten zu werben und die Kleidung damit auszuzeichnen. Dazu wird von den jeweiligen Organisationen genau jeder kleinste Schritt in der Produktion und Lieferkette geprüft, was ziemlich kostspielig ist.


Darum sollte man immer auf die ganze Produktionskette schauen, Verkäufer wirklich nachhaltiger und fairer Kleidung legen meist alle Informationen dazu offen und beschreiben, dass ihre Produzenten beispielsweise GOTS zertifiziert sind. Sie selbst dürfen nicht von sich sagen, dass sie GOTS zertifiziert sind, da die internen Prozesse des Verkäufer dafür zunächst überprüft werden müssen.


Daher müssen sich die Endkonsumenten darüber bewusst sein, dass nachhaltige Mode teurer ist als kommerzielle Mode, damit die Standards eingehalten werden können und Verkäufer die Nachhaltigkeit etc. durch Zertifikate belegen können.


Bei Maljé arbeiten wir ausschließlich mit Herstellern zusammen, die Produkte nach diesen Standards produzieren. Wir sind ein junges, modernes Label aus Deutschland für nachhaltige Mode für Männer sowie Frauen und Living-Artikeln. Schaut gerne auf unserem Onlineshop vorbei für coole Styles und stylische Living-Artikel www.malje.shop!



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